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2007: SSV möchte Einsicht in den Stundenplan

Artikel aus den Ruhr Nachrichten Castrop-Rauxel von Carsten Loos

„Wenn jetzt jeder unzufriedene Verein den Bürgerausschuss anruft und wir die Belegungspläne mit den Politikern durchgehen müssen, werden wir handlungsunfähig.“
(Winfried Hetzel)

Zwar wollen die Sport-Politiker noch eine andere Lösung für die beiden Fußballmannschaften von DJK SG Adler Rauxel suchen, Bereichsleiter Winfried Hetzel sieht aber "keine andere Möglichkeit", als die Kicker vom Stadion an der Bahnhofstraße nach Pöppinghausen umzusiedeln. Es wäre für den Verein in 40 Jahren der vierte Umzug.

Am Ende der langen Debatte des Bürgerausschusses blieb am Mittwochabend offen, wie es mit Adler Rauxel genau weiter geht. Während seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 11. September, will sich der "Arbeitskreis Sportstätten" auf Anregung von Ulrich Romahn (SPD), dem Vorsitzenden des Stadtsportverbandes, mit dem Schicksal des Sportvereins beschäftigen.

Winfried Hetzel soll dann die Belegungspläne für alle Fußballplätze der Stadt vorlegen. Der besonnene Verwaltungsmann reagierte darauf spürbar gereizt: "Wenn jetzt jeder unzufriedene Verein den Bürgerausschuss anruft und wir die Belegungspläne mit den Politikern durchgehen müssen, werden wir handlungsunfähig."

Romahns Vorschlag

Zu Romahns Vorschlag kam erschwerend hinzu, dass der "Arbeitskreis Sportstätten" nur ein beratendes und kein beschluss-fähiges Gremium ist, wie Christoph Grabowski von der FDP anmerkte. Einfluss auf die verabredete, weitere Vorgehensweise hatte dieser Hinweis allerdings nicht. Ulrich Romahn will am Dienstag tagen, "bis weißer Rauch kommt." Wie die Verwaltung mit dem Ergebnis umgeht, steht auf einem ganz anderen Blatt. Bisher ist verfügt, dass die Adler-Fußballer bis zum 12. September das Stadion verlassen sollen.

Guter Wille

"Mit etwas gutem Willen ist es mit Sicherheit möglich, uns weiter im Stadion an der Bahnhofstraße zu belassen", machte Hildegard Wieser als Geschäftsführerin von Adler Rauxel ihrem Unmut im Bürgerausschuss Luft. Und warum ausgerechnet nach Pöppinghausen, wohin kaum Busse fahren, fragte Hildegard Wieser: "Haben wir der Stadt etwas getan?" Ihre Hoffnung ruht darauf, dass ihr Verein eventuell noch zur Erin-Kampfbahn umziehen kann, wenn von dort Senlikspor nach Merklinde wechselt. Bei dieser Idee, der im Arbeitskreis Sportstätten wohl vornehmlich nachgegangen werden wird, winkt Winfried Hetzel jedoch ab: "Senlikspor trainiert da nur am Rande mit einer Mannschaft." Für zwei Teams von Adler Rauxel sei absolut kein Platz.

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